Kamelhaar - Luxus aus der Wüste Gobi - TV-Tipp - Luxus-Blog
Haar ist nicht gleich Haar! Und teuer kann es auch werden.
Kamelhaarmäntel sind ein Statussymbol, eine Anschaffung fürs Leben. Das Kamelhaar gilt als sehr edel, es wärmt, ist strapazierfähig und wasserabweisend. Vor allem das asiatische Trampeltier ist Produzent der Kamelwolle, die rar und deshalb auch teuer ist. Freilebend gibt es schätzungsweise nur noch 600 Trampeltiere in der Mongolei. Doch viele Mongolen halten in der Wüste Gobi Herden domestizierter Kamele und liefern damit das hochwertigste Kamelhaar.
Die Gobi, nach der Sahara die zweitgrößte Wüste der Welt, ist extrem: Im Sommer erreichen die Temperaturen leicht 40 Grad Celsius - im Winter sind minus 40 Grad keine Seltenheit. Nirgendwo auf der Welt leben weniger Menschen pro Quadratkilometer als in der Gobi. Die meisten sind Nomaden, wie Altangerel, seine Frau Choloontsetseg und ihr Sohn Ganzorig. Sie leben in der Ostgobi nahe der Grenze zu China. Die Familie hat etwa 80 Kamele, 220 Ziegen und Schafe, 29 Pferde und 12 Rinder. Zehn bis zwölf Mal im Jahr bauen sie ihr Zelt, die sogenannte Jurte, ab und ziehen einige Kilometer weiter, damit die Tiere in der kargen Wüste neues Futter finden können. Einmal im Jahr, von Mitte April bis Mitte Mai, wird geschoren. Die Schur ergibt pro Tier nur etwa fünf Kilo Rohwolle.Quelle: 3sat, zum Beitrag

